Apostelgeschichte 2,3-4. Pfingsten. Der erste Heilungsweg, der dem zweiten gleichkommt: Zungengebet. „Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten, und auf einen jeden von ihnen setzte sich eine. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen."
Bemerkenswert: das erste sichtbare Zeichen der Geist-Ausgießung war nicht Heilung von Krankheit, nicht prophetisches Wort, nicht Berührung — sondern Sprache. Speziell: eine Sprache, die der Sprecher selbst nicht verstand. Im griechischen Original heißt es heteraís glōssais (ἑτέραις γλώσσαις, „in anderen Zungen"). Das war später bei den Korinthern eine eigene Gebets-Praxis (1. Kor 14).
Mike's Pointe: „Sie war das Erste was sich regte, als der Geist vom Himmel kam — nicht das Herz nicht fromme Tränen, sondern Feuer das begann." Die Zunge ist nicht Folge der Geistausgießung — sie ist das erste Werkzeug der Geistausgießung. Genau die Stelle des Körpers, die nach Jakobus 3,6 die ganze Welt entzündet, wird zur Trägerin des heiligen Feuers.
1. Korinther 14,2: „Wer in Zungen redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen." Das ist die Definition. Zungengebet ist nicht für Menschen — es ist direkter Kanal zum Vater, am Verstand vorbei. Was im Verstand blockiert ist, kann durch den Geist gebetet werden. Das ist Heilungs-Werkzeug für das, was zu tief liegt für Worte.
Mike sieht im Zungengebet eine der drei Hauptheilungs-Achsen seines Albums. Die anderen beiden: das Abendmahl (Tracks 4-5, 11) und die Autorität im Namen (Tracks 15-16). Drei Wege, die Gott im Neuen Bund gegeben hat. Keiner davon braucht Pharmakeia. Keiner braucht einen Spezialisten. Sie sind jedem Sohn zugänglich, der einmal sein Ja gegeben hat. Auch der Anfänger kann anfangen — oft genug ist die erste, fremde, ungewohnte Silbe schon der Beginn der inneren Bewegung.
