Psalm 139,7-10: „Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, und wo soll ich hin fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde mich doch deine Hand daselbst führen und deine Rechte mich halten."
Davids Lied ist die Antwort auf Mike's Frage. „Wo soll ich hin?" ist nicht die Frage eines Verlorenen — es ist die Realisation des Sohnes, dass der Geist Gottes ihn überall begleitet. Es ist Trost in Frage-Form.
Die Pfingst-EP schließt mit diesem Track, weil er die existenzielle Konsequenz des Pfingst-Geschehens bringt: wenn der Heilige Geist in dir wohnt, gibt es keinen Ort mehr, an dem du allein bist. Hesekiel 11,16 — selbst in der Verbannung war Gott „ein wenig Heiligtum" für sein Volk. Im Neuen Bund ist das Heiligtum in dir.
Hebräer 13,5-6: „Er hat gesagt: 'Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.' So können wir getrost sagen: 'Der Herr ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten.'" Im griechischen Original ist die Negations-Verstärkung in Hebr 13,5 außergewöhnlich stark: ou mē se anō oud' ou mē se enkatalipō (οὐ μή σε ἀνῶ οὐδ' οὐ μή σε ἐγκαταλίπω) — fünf Verneinungs-Partikel in einem Satz. Es ist die Übersetzung von 5. Mose 31,6 — Mose zu Israel. Yeshua hat diese Verheißung übernommen und auf jeden Sohn übertragen.
Mike's Track-Schluss bringt das Pfingst-Album auf einen ruhigen, aber kraftvollen Endpunkt. Du musst nicht irgendwohin. Du bist schon da, wo Vater ist. Du musst nicht nach dem Geist suchen. Er ist schon in dir. Die Frage „Wo soll ich hin?" hat eine einzige Antwort: nirgendwohin. Bleibe. Lebe in dem, der schon in dir wohnt. Das ist Pfingsten neu erkannt.
