Der englische Eröffnungs-Track. „Where am I?" — die existenzielle Eingangsfrage, die im Englischen anders klingt als das deutsche „Wo bin ich?". Englisch hat hier eine besondere Akustik: verlorener, einsamer, ehrlicher. Auf Englisch fällt das Bekenntnis manchmal leichter, weil die Sprache fremder ist und damit die Maske weniger fest sitzt.
Lukas 15,17 — der verlorene Sohn: „Da schlug er in sich" — im griechischen Original eis heautòn dè elthōn (εἰς ἑαυτὸν δὲ ἐλθὼν) — „in sich selbst kommend". Das ist der Wendungs-Moment: der Sohn kommt zu sich, und plötzlich sieht er, wo er ist.
Mike's englische Version richtet sich an Hörer, die mit der englischen Bibel aufgewachsen sind, an Christen in englischsprachigen Ländern, an die internationale Generation. Die Frage ist dieselbe wie im deutschen Pendant — aber die Tonart ist anders. Englisches „Where am I" hat eine gewisse Verletzlichkeit, die das deutsche Bekenntnis nicht ganz erreicht.
Im englischen Klang resoniert auch der Bezug zu amerikanischer Musik-Tradition: Robert Frost's „The Road Not Taken", Bruce Springsteen's „Born to Run". Wegsuche, Orientierungslosigkeit, der Wunsch nach Heimkehr — alles ist in der englischen Sprache mit dieser tiefen Lebens-Erfahrung verbunden.
Mike's Track ist Einladung an die englischsprachige Hörerschaft. Stelle die Frage. Ohne Beschämung. Wo bist du? Wenn die Antwort ehrlich ist, ist sie der Beginn des Heimwegs. Mike's Sound trägt diese ehrliche Frage in englischer Verletzlichkeit.
