Psalm 23,4: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir." Im hebräischen Original: gam ki-elekh b'gei tzalmavet, lo-ira ra ki-atah immadi (גַּם כִּי־אֵלֵךְ בְּגֵיא צַלְמָוֶת לֹא־אִירָא רָע כִּי־אַתָּה עִמָּדִי).
Das hebräische tzalmavet ist „Schatten des Todes" — die dunkelste Wegstrecke, die ein Mensch gehen kann. David spricht davon als selbstverständlich: wenn ich gehe (nicht falls). Es kommt im Leben des Sohnes. Die Frage ist nicht ob — die Frage ist wann.
Mike's Track-Titel „Wenn die Nacht fällt" ist die musikalische Anwendung dieses Psalms. Die Nacht fällt im Leben. Manchmal plötzlich. Manchmal langsam. Aber sie fällt.
Im Track passiert das Wesentliche aber nicht im äußeren — sondern im inneren Halten. David fürchtet nicht, weil Gott bei ihm ist (immadi). Es ist nicht Abwesenheit der Dunkelheit, sondern Anwesenheit Gottes in der Dunkelheit, die den Unterschied macht.
Mike's Track ist Begleiter für die Nacht-Phasen. Wer ihn hört, wenn die Nacht fällt, wird nicht überrascht. Er weiß: das ist Teil des Wegs. Und er ist nicht allein in der Nacht. Mike's Sound trägt diese Begleitungs-Realität.
