1. Korinther 13,13 — der berühmte Schluss-Vers des Liebes-Hymnus: „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."
Im griechischen Original ist das Verb ménei (μένει — „bleibt"). Es ist Präsens. Was jetzt schon bleibt — und immer bleiben wird. Drei Dinge: pístis (Glaube), elpís (Hoffnung), agápē (Liebe). Alles andere ist vergänglich. Diese drei bleiben.
Mike's Track-Titel „Was bleibt" ist die existenzielle Frage am Lebens-Ende oder in der Lebens-Krise. Wenn alles andere fällt (siehe Track 3 „Alles fällt") — was bleibt dann übrig? Die Schrift gibt eine klare Antwort: Glaube, Hoffnung, Liebe.
Bemerkenswert: Paulus stellt das in 1. Kor 13,13 in den Kontext der Gegenüberstellung mit den Gaben des Geistes (Prophetie, Zungen, Erkenntnis — V. 8). Diese Gaben werden eines Tages aufhören. Glaube, Hoffnung, Liebe nicht. Sie sind die letzte Substanz des geistlichen Lebens.
Warum bleiben gerade diese drei? Weil sie die Beziehungs-Substanz sind. Glaube ist Vertrauen in den Vater. Hoffnung ist Ausrichtung auf das Kommende. Liebe ist die Energie der Beziehung selbst. Alle drei sind relational. Gott selbst ist Beziehung (Trinität). Was zur Beziehung gehört, bleibt.
1. Johannes 4,8 plus 4,16: „Gott ist Liebe." Im griechischen Original: ho Theòs agápē estín (ὁ Θεὸς ἀγάπη ἐστίν). Gott ist nicht „Gott der Liebe" (eine Eigenschaft unter anderen). Er ist Liebe. Identität. Wesen. Wer in Gott bleibt, bleibt in der Liebe. Wer in der Liebe bleibt, bleibt im Gott. Die Liebe ist die einzige Eigenschaft, die identisch mit Gott ist.
Mike's Track ist der vorletzte Track des Albums (Track 11 von 12). Das ist Album-Architektur: nach dem Titeltrack „Unzerbrechlich" (Track 10), der das Wesen bestätigt, folgt „Was bleibt" (Track 11), das den Inhalt benennt. Du bist unzerbrechlich — weil das, was in dir wohnt, bleibt: Glaube, Hoffnung, Liebe. Sie können nicht zerbrochen werden, weil sie das Wesen Gottes selbst sind, das in dir wohnt.
