Matthäus 26,15 — Judas verkauft Yeshua für 30 Silberlinge. Yeshua war buchstäblich der erste Christus, der für Geld verraten wurde — aber leider nicht der letzte.
Mike's Track entlarvt eine moderne Form des Verkaufs: die Vermarktung des Evangeliums. Was als kostenloses Geschenk Gottes begann (Off 22,17 — „Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst"), wurde in westlicher Christentums-Industrie zu einer Konsum-Religion. Bestseller-Bücher, Megachurches mit Marketing-Abteilungen, Worship-Konzerte mit Eintrittsgeld, Predigten als Branding-Vehikel.
Apostelgeschichte 8,18-23 — Simon der Magier will heiligen Geist mit Geld kaufen. Petrus zu ihm: „Dein Geld sei mit dir verflucht, weil du gemeint hast, die Gabe Gottes mit Geld zu erwerben! Du hast weder Teil noch Erbe an diesem Wort." Das ist scharf. Das ist nicht „God's economy". Das ist Götzendienst in religiöser Verpackung.
1. Timotheus 6,10: „Geldgier ist eine Wurzel alles Übels." Im griechischen Original: rhíza pántōn tōn kakōn estin hē philarguría (ῥίζα πάντων τῶν κακῶν ἐστιν ἡ φιλαργυρία). Philarguría wörtlich „Silber-Liebe". Geldsucht ist die Wurzel aller Übel — auch der religiösen.
Mike's Pointe: prüfe, wo dein Christsein zur Ware wurde. Wenn deine Bibel-App Pop-up-Werbung hat, ist das Symptom. Wenn deine Lieblings-Predigt zum Verkaufs-Tool für ein 80€-Seminar wird, ist das Symptom. Wenn dein Gemeinde-Pastor sich vor allem als Brand versteht, ist das Symptom. Yeshua war frei. Sein Wort ist frei. Wer ihn verkauft (auch unbewusst), verkauft sich selbst. Mike's Track ist die Mahnung, das Geschenk wieder als Geschenk zu sehen — und es genauso weiterzugeben.
