Die starke Bildebene aus Mose und den Propheten. Wenn das Volk Israel sich gegen JHWH wandte, gab es zwei Reaktionsmuster: verlassen der Altäre (sie wurden Trümmer) oder verbrennen (Götzen-Altäre wurden niedergerissen).
1. Könige 18,30-39 — Elia auf dem Karmel. Er baut den verfallenen Altar des HERRN wieder auf (V. 30). Vorher war er von den Baal-Anhängern verlassen worden. Mike's Track-Titel „Verbrannte Altäre" beschreibt den Zustand vieler heutiger Gemeinden: die ursprünglichen Plätze der Anbetung, an denen Gott einst sich begegnete, sind ausgebrannt. Verwüstet. Verlassen. Funktion noch da, aber Feuer aus.
Die Diagnose ist Hesekiel 8 — der Prophet wird in einer Vision in den Tempel geführt und sieht: hinter den heiligen Vorhängen werden Götzen angebetet. Die Wand zeigt Götzen-Reliefs (V. 10). Frauen klagen um Tammuz (V. 14). 25 Männer beten die Sonne an, mit dem Rücken zum Heiligtum (V. 16). Religion wurde zur Maskerade — der äußere Tempel funktioniert, aber das Innere ist heidnisch.
Yeshua sagte (Mt 21,13) im Tempel: „Mein Haus soll ein Bethaus heißen — ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht." Räuberhöhle. Nicht Geschäfts-Räumlichkeit. Räuberhöhle. Wenn die Kommerzialisierung der Religion (siehe vorheriger Track „Verkauft") den Ort der Anbetung übernimmt, ist das verbrannter Altar.
Mike's Hoffnung: was Elia auf dem Karmel tat, kann heute geschehen. Verfallene Altäre können wieder aufgebaut werden. Aber nicht durch organisatorische Reformen, nicht durch neue Programme, nicht durch hippes Branding. Sondern durch Söhne, die persönlich auf den Berg gehen, Gott rufen, das Feuer Gottes herabbeten. Mike's Track ist ein solcher Ruf. Wer hört, wird selbst zum Karmel-Sohn — und zündet die alten Stellen mit echtem Feuer neu an.
