Offenbarung 13,8. „Das Lamm, das geschlachtet ist von Grundlegung der Welt an." Diese Stelle wird oft überlesen — sie verändert dein ganzes Zeitverständnis.
Christus ist nicht erst am Karfreitag fürs dich gestorben. Aus Gottes Sicht — der außerhalb der Zeit lebt — war das Opfer schon vor der ersten Galaxie vollzogen. Die Kreuzigung in Jerusalem war die historische Sichtbarwerdung dessen, was in der Ewigkeit längst Tatsache war. Theologisch nennt man das die „ewige Heilstat".
Das hebräische Konzept dahinter ist 'olam (עוֹלָם) — meist mit „Ewigkeit" übersetzt, aber genauer: „verborgenes, jenseitiges Sein". Gott lebt im 'olam. Wir leben in der Zeit. Das, was in seiner Ewigkeit bereits geschehen ist, wird in unserer Zeit Geschichte. Das ist nicht abstrakte Theologie — das ist die Voraussetzung dafür, dass deine Erlösung wirklich sicher ist.
Bemerkenswert: Petrus benutzt eine ähnliche Formulierung in 1. Petr 1,20 — Christus „ist zwar zuvor ersehen vor Grundlegung der Welt". Das griechische proegnōsménou (προεγνωσμένου) bedeutet „im Voraus erkannt". Vor der Welt, in der Stille der Ewigkeit, hatte der Vater bereits beschlossen: mein Sohn wird gehen. Er wird leiden. Er wird sterben. Er wird auferstehen. Alles war in Gottes Plan, bevor die erste Materie existierte.
Der Song bringt das auf den Punkt: „Du warst nie ein Zufall, nie Plan B. Dein Name stand schon im Buch des Lebens, bevor die erste Galaxie entstand." Das ist kein Trost-Spruch. Das ist die Architektur deines Seins. Du bist nicht durch Zufall entstanden, sondern als gezielter Gedanke Gottes. Dein Leben war geplant, bevor dein Vater und deine Mutter existierten.
Jetzt steht nur noch dein „Ja" aus — in dieser einen Sekunde. Das ist der einzige Beitrag, den du leisten kannst. Annehmen, was schon da ist. Empfangen, was schon gegeben wurde. Sagen „Ja" zu dem, der seit der Ewigkeit „Ja" zu dir gesagt hat. Mike's Track macht aus dieser theologischen Tiefe einen Beat, der dich tanzen lässt — denn was tiefer ist als die Galaxien, kann man auch mit den Füßen ausdrücken.
