Hebräer 11,1 — die berühmte Definition: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht." Im Griechischen: pístis est elpizoménōn hypóstasis, pragmatōn élenchos ou blepoménōn (πίστις ἐστι ἐλπιζομένων ὑπόστασις, πραγμάτων ἔλεγχος οὐ βλεπομένων).
Das Wort hypóstasis ist Schlüssel — wörtlich „Unter-Stehendes, Substanz, Grundlage". Glaube ist die Substanz des Erhofften. Nicht die Hoffnung selbst — die Substanz darunter. Wenn du im Glauben stehst, hast du bereits die materielle Realität dessen, was du erhoffst. Es ist nur noch nicht sichtbar.
Mike's Track-Zeile: „Kein Licht kein Ton, doch du bist hier. Ich steh vor dir, im Innern spür ich mehr. Kein Wunder laut, doch Wahrheit spricht..." Das ist die Realität, in der Mike singt. Was sichtbar ist (oder nicht ist), ist nicht das Wahre. Was wahr ist, ist die Gegenwart Gottes — die spürbar wird, auch ohne Licht oder Ton.
2. Korinther 4,18: „Was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig." Paulus dreht die übliche Welt-Logik um. Wir denken: was ich sehe, ist real. Paulus sagt: was du siehst, ist vorübergehend. Das wirklich Reale ist das Unsichtbare. Heilung gehört zum Unsichtbaren — bis sie sichtbar wird.
Praktisch: viele Christen warten auf das Sichtbarwerden der Heilung, bevor sie glauben. Das ist Welt-Logik. Im Neuen Bund kehrst du die Sequenz um: du glaubst die Heilung, weil sie laut Schrift bereits geschehen ist (Jes 53,5), und dann wird sie in der Zeit-Linie sichtbar. Manchmal sofort. Manchmal nach Monaten. Manchmal in der Auferstehung. Aber sie ist sicher. Das Sichtbare ist Sache Gottes. Deine Sache ist die Substanz im Glauben. Mike singt das in einen Track, der dich erinnert: du stehst schon im Sichtbaren, was du nicht siehst.
