1. Korinther 13,12 (aus dem Liebes-Hymnus): „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht." Im griechischen Original: blépomen gàr árti di' esóptrou en ainígmati, tóte dè prósōpon pròs prósōpon (βλέπομεν γὰρ ἄρτι δι' ἐσόπτρου ἐν αἰνίγματι, τότε δὲ πρόσωπον πρὸς πρόσωπον).
Mike schließt das Liebe-Feiert-Album mit einer Aussage über die Erkenntnis-Wirkung der Liebe. „Liebe lässt sehen" — wer in der Liebe wandelt, sieht klarer. Nicht weil seine Augen besser werden, sondern weil sein Wahrnehmungs-Filter richtig kalibriert ist.
Ohne Liebe sieht man Menschen als Bedrohung, als Konkurrenz, als Mittel zum Zweck, als Objekt. Mit Liebe sieht man Menschen als Geschöpfe Gottes, als Sohn-Kandidaten, als wertvolle Wesen, mit denen man Beziehung haben kann. Es ist nicht das gleiche Sehen — es ist verändertes Sehen.
Johannes 13,35: „Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt." Im griechischen Original: en toútō gnōsontai pántes hóti emoí mathētaì este (ἐν τούτῳ γνώσονται πάντες ὅτι ἐμοί μαθηταί ἐστε). Gnōsontai ist Future Tense — „sie werden erkennen". Andere werden Yeshua's Jünger erkennen, weil sie Liebe sehen.
Liebe ist das einzige erkennbare Zeichen der Sohnschaft. Nicht: richtige Doktrin (auch wichtig), nicht: richtige Rituale (auch wichtig), nicht: richtige Lebensführung (auch wichtig). Sondern: Liebe untereinander. Das ist Yeshua's eigene Definition.
Mike's Track ist der Schluss des Liebe-Feiert-Albums — und er weist nach außen. Liebe ist nicht nur ein inneres Gefühl. Sie wird sichtbar. Sie lässt andere sehen, wer du bist (Sohn Gottes) und wer dein Vater ist (Liebe). Das ist Mission im einfachsten Sinn: leben in der Liebe, und die Welt sieht. Mike's Sound trägt diese Sendungs-Bewegung sanft, aber bestimmt zum Album-Ende.
