Lateinisch radix = „Wurzel". Radikal ist also wörtlich „an die Wurzel gehend". Mike's Trilogie beginnt mit der Definition: was Liebe an der Wurzel ist, nicht oberflächlich.
1. Korinther 13,4-5: „Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu."
Im griechischen Original ist die Liebe (agápē) in dieser Stelle durch 15 Verben beschrieben — 7 positive, 8 negative. Es ist nicht Adjektiv-Sammlung. Es ist Handlungs-Beschreibung. Liebe tut diese Dinge. Sie hat Verben, nicht nur Eigenschaften.
Mike's Track 1 der Trilogie etabliert: Liebe ist nicht Gefühl. Sie ist Verhalten. Sie ist Geduld unter Druck. Sie ist Freundlichkeit, wenn andere brutal sind. Sie ist Verzicht auf Selbstbehauptung. Das ist radikal, weil es gegen die menschliche Natur geht.
Yeshua hat diese Liebe verkörpert. Lukas 23,34 am Kreuz: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun." Das ist Liebe an der Wurzel — Vergebung in dem Moment, in dem man gefoltert wird, durch die, die einen foltern. Keine menschliche Logik kann das erklären. Es ist supernatural-radikal.
Mike's Track ist deshalb das theologische Fundament. Bevor man Liebe leben kann, muss man wissen, was Liebe ist. Was du an romantischen Bildern, sentimentalen Vorstellungen und kulturellen Klischees hast — das ist nicht die Liebe der Schrift. Die Liebe der Schrift ist konkret, verhaltens-orientiert, radikal. Mike's Sound trägt diese Substanz mit Ernst.
