Römer 4,5: „Wer keine Werke tut, aber glaubt an den, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit." Im griechischen Original: tō dè mē ergazoménō, pisteúonti dè epì tòn dikaioûnta tòn asebē, logízetai hē pístis autoû eis dikaiosýnēn (τῷ δὲ μὴ ἐργαζομένῳ, πιστεύοντι δὲ ἐπὶ τὸν δικαιοῦντα τὸν ἀσεβῆ).
Das griechische Verb dikaióō ist juristisch: „für gerecht erklären, freisprechen". Es bedeutet nicht „gerecht machen" im moralischen Sinn. Es bedeutet „im Gericht für gerecht erklären". Es ist Urteilsspruch, nicht Verwandlungs-Akt.
Mike's Track-Titel „Gerecht gesprochen" ist exegetisch präzise. Du wurdest nicht gerecht gemacht (das wäre Sanktifikation, fortlaufender Prozess). Du wurdest gerecht erklärt (das ist Rechtfertigung, einmaliger Akt). Vor dem Richterstuhl Gottes wurdest du für unschuldig erklärt — aus dem Glauben heraus, nicht aus deinen Werken.
Das ist die Magna Carta der Reformation. Martin Luther's Entdeckung in der Klosterzelle: iustitia Dei ist nicht die Gerechtigkeit, die Gott von dir fordert — sondern die Gerechtigkeit, die er dir schenkt. Es war Befreiung von der Religions-Anstrengung.
Mike's Track ist Bekenntnis dieser juristischen Tatsache. Gerecht gesprochen. Heute. Endgültig. Nicht abhängig von deinem Verhalten. Abhängig allein vom Werk Yeshuas. Wer das in sich aufnimmt, hört auf, sich zu rechtfertigen — vor Gott und vor sich selbst. Mike's Sound trägt diese Befreiung sanft, aber bestimmt.
