Hoheslied 1,2: „Er küsse mich mit dem Kuss seines Mundes; denn deine Liebe ist lieblicher als Wein." Im hebräischen Original: yishakeni min'shikot pihu, ki-tovim dodecha mi-yayin (יִשָּׁקֵנִי מִנְּשִׁיקוֹת פִּיהוּ כִּי־טוֹבִים דֹּדֶיךָ מִיָּיִן).
Das Hohelied ist die intimste Liebes-Poesie der Bibel. Sie ist seit jeher in zwei Richtungen gelesen worden: einmal als menschliche Liebes-Lyrik (Mann und Frau), einmal als allegorische Beschreibung der Liebe zwischen Gott und seinem Volk (oder: Christus und der Gemeinde).
Mike's Track-Titel „Feuerkuss" kombiniert zwei mächtige Bilder: Kuss (Intimität) und Feuer (Brennen). Das ist die Erfahrung der mystischen Tradition — die Begegnung mit Gott hat etwas brennend Intimes. Es ist nicht abstrakt. Es ist persönlich. Es brennt.
Apostelgeschichte 2,3 — Pfingsten: „Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer." Die Feuerzungen waren körperlich-räumliche Manifestation der Geist-Berührung. Das ist Feuerkuss in apostolischer Form. Gott kommt dir nicht in steriler Distanz — er kommt mit Feuer.
Bemerkenswert: die christliche Tradition hat oft die intime Sprache des Hoheliedes (und der mystischen Tradition) als „zu sinnlich" abgewehrt. Aber die Schrift selbst kennt diese Sprache. Die Beziehung des Sohnes zum Vater (und der Braut zum Bräutigam) hat intensive, intime, fast erotische Bildebenen — biblisch verankert, nicht christliche Erfindung.
Mike's Track ist deshalb erlaubt-intim. Wer mit dem Hohelied vertraut ist, hört keinen Konflikt. Wer noch nie das Hohelied bewusst gelesen hat, mag erstaunt sein. Aber: die Liebe Gottes ist nicht zaghaft. Sie ist Feuerkuss. Sie brennt sich ein. Sie verändert dich tief. Sie ist Begegnung, nicht Theorie. Mike's Sound trägt diese Intensität.
