Matthäus 26,28 (Yeshuas Worte beim letzten Abendmahl): „Das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden." Plus Lukas 22,20: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird."
Im griechischen Original: hē kainē diathēkē en tō haímatí mou (ἡ καινὴ διαθήκη ἐν τῷ αἵματί μου). Beachte wieder kainē — neu in Qualität, nicht nur in Zeit. Es ist nicht ein néa diathēkē (ein jüngerer Bund), sondern ein kainē diathēkē (ein kategorial anderer Bund).
Bund (berit בְּרִית auf Hebräisch, diathēkē διαθήκη auf Griechisch) wurde in der Antike immer mit Blut besiegelt. 1. Mose 15,9-17 — Abraham mit JHWH. Tiere werden in Stücke geschnitten, beide Bundes-Partner gehen zwischen den Stücken durch (eine Selbst-Verfluchung: „So möge mir geschehen, wenn ich diesen Bund breche"). Bemerkenswert: bei Abraham geht nur Gott durch — Abraham nicht. Gott nimmt die Bundes-Verantwortung allein auf sich.
Das Blut Yeshuas vollendet diese Linie. Es ist nicht das Blut von Stieren und Böcken (Hebr 9,12-13), die immer wieder geopfert werden müssen. Es ist das Blut des Sohnes Gottes — einmal vergossen, ewig wirksam (Hebr 10,12: „dieser aber hat ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht, das ewiglich gilt"). Ein Mal. Für alle. Endgültig.
Mike's Refrain „Blut des Neuen Bundes. Vergossen für mich. Ooooooh Gnade." macht das persönlich. Nicht abstrakt „für die Menschheit" — sondern für mich. Das ist die Tiefe des Bekenntnisses. Galater 2,20: „der mich geliebt und sich selbst für mich dargegeben hat". Singular. Persönlich. Wenn du diesen Track in dich aufnimmst, hörst du auf, das Blut als geschichtliches Ereignis zu sehen. Es wurde für dich vergossen — auch wenn du der einzige Mensch wärst, der je gelebt hätte.
