Das Album schließt mit einem schwergewichtigen Schluss-Track. Aufstehen reicht nicht. Gehen ist gemeint.
Jakobus 1,22 — „Werdet aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein." Plus Jakobus 2,17: „So auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot in sich selbst." Glaube ohne Tat ist tot — nicht „schwach", nicht „verbesserungsbedürftig", sondern tot. Eine erschütternd harte Aussage von Yeshuas leiblichem Bruder.
Im griechischen Original ist das Wort nekros (νεκρός — Leichnam). Glaube ohne Tat ist Leichnam. Er sieht von außen vielleicht noch aus wie Glaube (besitzt richtige Bekenntnisse, hört richtige Predigten, singt richtige Lieder), aber innen ist er tot.
Mike's Track bezieht sich auf das vorherige Album „Geht Hinaus" mit dem Aufruf „Was machst du auf der Couch?". Aber er geht weiter: nicht nur die Couch verlassen. Aktiv gehen. Aktiv tun. Aktiv Söhne sein, nicht Konsumenten. Das ist nicht Aktivismus — das ist Sohnschaft in ihrer natürlichen Form.
Yeshua selbst formulierte es so (Joh 4,34): „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk." Sein Tun war seine Speise. Sein Lebensunterhalt. Sohnschaft ist nicht abstrakt — sie ernährt sich vom Tun des Vater-Willens. Wer aufsteht und stehen bleibt, ist nicht satt. Wer aufsteht und geht, wird genährt.
Das Album schließt deshalb hart und konfrontativ. Mike will keine Zustimmung am Track-Ende. Er will, dass die Hörer das Album ausmachen und etwas tun. Eine Person anrufen. Eine Spende geben. Ein Wort sprechen, vor dem du dich gedrückt hast. Etwas tun, dem der Vater zustimmt. Sonst war das Album nur Konsum. Und Konsum ist genau das, was Mike auf diesem ganzen Album kritisiert hat.
