Album · 1 Tracks
Schützenswert
jesusTALK·2025

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Schützenswert
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Liedtext · Track 1
Schützenswert?
<span class="lyrics-marker">Strophe 1 – Der leise Beginn</span> Ich war noch klein, da war’s schon da: Ein leises Flüstern, nicht mal klar. Ein Märchen hier, ein Held dort groß – doch ich darin: nur „anders“, bloß. Die Bücher sprachen von Glanz und Mut, von Helden, Liebe, „alles wird gut“. Doch keiner sagte, dass ich genug – dass meine Wahrheit selber trug. <span class="lyrics-marker">Strophe 2 – Die Täuschung</span> Ich hab gesucht in fremden Welten, in Rollen, Stimmen, leeren Zelten. Ich trank die Träume, die nicht meine war’n – und ging verloren – Jahr um Jahr. Ich lernte: Sei wie jener da, sei stiller, klüger, sei doch brav. Doch je mehr ich spielte, um zu sein, desto mehr wurd ich allein. [Strophe 3 – Das Gift der Vorstellung] Ein Comic, laut – ein Hörspieltraum, sie zogen Bilder in meinen Raum. Und was ich war, schien nie genug – bis ich mich selbst ins Dunkle trug. Das Gift war süß – es tat nicht weh, doch nahm es mir mein echtes „Ich“. Denn wer nicht spürt, was wirklich fehlt, merkt nicht, dass er sich selber quält. [Strophe 4 – Der Verlust der Sicht] Ich sah nach vorn – doch nicht zu mir. Ich wollt sein wie die dort, nicht wie „hier“. Ich sah den Andern, nicht mein Licht – und nannte Wahrheit: Pflicht. Ich wurde stumm, aus lautem Spiel, vergaß mein Maß, mein Ziel, mein Stil. Ich war nicht falsch – nur viel zu weit von meinem echten Ich entfernt. [Strophe 5 – Der Schrei nach Heimkehr] Doch irgendwo – ganz tief, ganz still – blieb etwas wach, das sagen will: Du bist nicht falsch, nicht schlecht, nicht klein – du musst nur aufhören, nicht du zu sein. Und alles, was dich still gemacht, was dich in fremde Form gebracht, das war nicht Liebe, nie gerecht – es war nur Blendung, süß und schlecht. <span class="lyrics-marker">Finale – Die Erkenntnis</span> Erkenn, was dir den Blick gestohlen, was du geglaubt hast – was dich holen wollt’ aus dem, was du schon warst: ein echtes Herz, vom Himmel erwählt. Du musst nicht kämpfen, dich nicht biegen, nicht fliehen, träumen oder siegen. Nur eines: Wende deinen Blick zurück – und du erkennst das wahre Glück. Beseitige die Quelle – und die Ursache wird aufhören.
Über das Album
Manchmal kämpfen wir wie Helden.
Mit aller Kraft stemmen wir uns gegen Zweifel, Ablehnung, Angst und das Gefühl, nicht genug zu sein.
Und doch – obwohl wir siegen wollen – verlieren wir oft.
Nicht, weil wir schwach wären.
Sondern weil wir gegen Schatten kämpfen,
die aus einer Quelle steigen,
die wir selbst einst gegraben haben.
Das Lied „Schützenswert – The Beginning“ erzählt davon.
Von der leisen, fast unsichtbaren Art,
wie wir als Kinder mit Bildern gefüttert wurden,
mit Geschichten, Rollen, Idealen, die nicht unsere waren.
Von Märchen, Comics, Stimmen und Vergleichen,
die sagten: So solltest du sein.
Und die zugleich sagten: So, wie du bist, reicht nicht.
Wir lernten zu gefallen, zu funktionieren, zu träumen von etwas Fremdem – und verloren das Wertvollste:
uns selbst.
Und so begannen wir zu kämpfen.
Gegen das Gefühl, nicht dazuzugehören.
Gegen das Echo der Vergangenheit.
Gegen Bilder, die nie Wahrheit waren.
Doch der Wendepunkt beginnt nicht mit dem nächsten Sieg – sondern mit der Erkenntnis:
Ich muss nicht kämpfen.
Ich muss nur die Quelle erkennen, aus der all das kam.
Und sie trockenlegen.
Wenn wir die Verantwortung übernehmen,
für das, was wir geglaubt haben,
für das, was wir angenommen, genährt und verteidigt haben –
dann endet der Kampf.
Dann heilt das Herz.
Dann erkennen wir:
Ich war von Anfang an schützenswert.
Nicht, weil ich perfekt bin,
sondern weil ich echt bin.
„Beseitige die Quelle – und die Ursache wird aufhören.“
Im Lied „Schützenswert“ (Teil II) beginnt der erwachsene Weg:
Dort wird der Baum der Angst gefällt – nicht aus Hass, sondern aus Klarheit.
Denn Angst war nie Heimat, nur ein Schatten.
Und an seiner Stelle darf endlich wieder wachsen, was schon immer gepflanzt war:
Der Baum der Liebe.
Tief verwurzelt, voller Wahrheit – bereit, Frucht zu tragen, für dich und andere.