Trinität. Ein Geheimnis Gottes. Oder ein Dogma der Religion.
Erstens. Der Begriff Trinität steht nicht in der Bibel.
Weder Jesus, noch die Apostel, noch ein Prophet hat je das Wort Trinität benutzt. Auch Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit tauchen im biblischen Text nicht als Begriffe auf.
Stattdessen lesen wir: Höre, Israel. Der Herr, unser Gott, ist ein Herr. Fünfter Mose, Kapitel sechs, Vers vier.
Und Jesus sagt: Der Vater und ich sind eins. Johannes, Kapitel zehn, Vers dreißig.
Zweitens. Woher kommt dann das Konzept der Trinität.
Es wurde nachträglich entwickelt. Nicht aus der Bibel, sondern aus einer philosophischen Mischung, um römisches Denken mit biblischen Aussagen zu verknüpfen.
Im zweiten Jahrhundert nach Christus gab es erste Diskussionen unter Kirchenvätern, zum Beispiel Tertullian. Es ging um den Versuch, das Wesen Gottes griechisch logisch zu erklären. Platonisches Denken spielte dabei eine Rolle.
Im Jahr dreihundertfünfundzwanzig nach Christus kam das Konzil von Nicäa. Kaiser Konstantin rief zur Einigung auf. Der Begriff wesensgleich, homoousios, wurde eingeführt. Der Sohn wurde offiziell als gleich ewig und gleich göttlich festgelegt.
Im Jahr dreihunderteinundachtzig nach Christus kam das Konzil von Konstantinopel. Der Heilige Geist wurde zur dritten Person der Gottheit erhoben. Das trinitarische Dogma wurde verbindlich.
Das Ergebnis ist eine philosophische Lehre, abgesegnet von einem römischen Staatsapparat.
Drittens. Was sagt die Bibel über Gott.
Die Bibel offenbart Gott als eins. Und in Christus als sichtbar gewordenen Gott.
Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Kolosser, Kapitel zwei, Vers neun.
Und sein Name wird sein: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewig Vater, Friedefürst. Jesaja, Kapitel neun, Vers fünf.
Jesus ist nicht ein Teil Gottes. Er ist die Fülle Gottes in Person.
Auch der Heilige Geist ist kein Dritter, sondern der Geist Christi.
Der Herr ist der Geist. Zweiter Korinther, Kapitel drei, Vers siebzehn.
Viertens. Warum wirkt Gott manchmal als Vater, manchmal als Sohn, manchmal als Geist.
Weil Gott nicht begrenzt ist. Er handelt auf verschiedene Weise. Es bleibt derselbe Gott.
Ein Vergleich. Eine Kerze hat Licht, Wärme und Flamme. Doch es ist eine Kerze, nicht drei Kerzen.
So offenbart sich Gott.
Als Vater im Ursprung. Unsichtbar, allmächtig, ewig.
Als Sohn im Fleisch. Sichtbar, greifbar, sterblich.
Als Geist im Innern der Gläubigen. Unsichtbar, wirksam, lebendig.
Doch es ist immer derselbe Gott.
Fünftens. Warum ist das entscheidend.
Weil das Evangelium keinen Dreiergott predigt, sondern: Gott selbst kam in Christus zu uns.
Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst. Zweiter Korinther, Kapitel fünf, Vers neunzehn.
Wenn Jesus nur eine zweite Person wäre, dann wäre der Vater nicht selbst gekommen. Doch die Bibel sagt: Er selbst kam. Er selbst hat bezahlt. Er selbst wohnt nun in uns, durch seinen Geist.
Sechstens. Was ist mit dem Satz: Wir machen den Menschen uns zum Bild.
Erster Mose, Kapitel eins, Vers sechsundzwanzig.
Das ist die Stelle, in der Gott in der Mehrzahl spricht. Und auch das nur einmalig.
Das hebräische Wort Elohim ist eine Pluralform, wird grammatikalisch aber als Einzahl verwendet.
Gott spricht mit sich selbst, oder im göttlichen Plural, als Majestätsform.
In den nächsten Versen heißt es wieder: Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bild. Erster Mose, Kapitel eins, Vers siebenundzwanzig. Das ist Singular.
Die Bibel bleibt klar. Ich bin der Herr, und sonst keiner. Jesaja, Kapitel fünfundvierzig, Vers fünf.
Siebtens. Fazit. Keine Trinität, sondern ein Gott.
Die Bibel kennt keine drei göttlichen Personen. Sie zeigt einen Gott, der sich auf dreifache Weise offenbart.
Darum wird deutlich: Wer am Kreuz hing. Gott selbst.
Wer auferstand. Gott selbst.
Wer in uns lebt. Gott selbst.
Nicht drei Götter. Nicht ein göttliches Gremium.
Sondern Jesus. Der Name über allen Namen.
Und alles, was ihr tut, tut es im Namen des Herrn Jesus. Kolosser, Kapitel drei, Vers siebzehn.