Karneval. Woher kommt es. Und was bedeutet es geistlich.
Das Wort Karneval wird oft mit dem Ausdruck carne vale erklärt. Das heißt: Fleisch, lebe wohl. Es beschreibt den Gedanken: Noch einmal alles rauslassen, bevor die Fastenzeit beginnt.
Karneval ist damit ein letztes Ausrasten vor einem religiösen Verzicht. Erst Ausschweifung, dann Fasten.
Ein zentraler Teil sind Masken. Masken stammen aus alten heidnischen Geisterfesten. In vielen Kulturen standen Masken für Kontakt mit Geistern, für Verkleidung, für das Wechseln von Identität.
Dazu kommt der Rollentausch. Der Rollentausch diente früher dem Gedanken, Mächte zu besänftigen. Ordnung wurde für kurze Zeit umgedreht. Grenzen wurden verschoben. Das wurde als Ventil gefeiert.
Geistlich ist das das Gegenteil von Umkehr. Umkehr bedeutet: Klarheit. Abkehr vom Alten. Hinwendung zu Gott. Karneval folgt einem anderen Muster. Erst sündigen, dann eine religiöse Phase dranhängen, als wäre damit alles ausgeglichen.
Paulus sagt: Was vom Fleisch ist, kann Gott nicht gefallen. Römer, Kapitel acht, Vers acht.
Damit ist die Linie klar. Karneval feiert das Fleisch. Karneval feiert nicht das Lamm.