Gilt das Alte Testament heute noch. Welche Gebote sind abgeschafft. Und was hat Jesus wirklich erfüllt.
Erstens. Gesetz aufgehoben. Nein. Aber erfüllt.
Jesus hat nicht das Gesetz abgeschafft. Das wäre gegen sein eigenes Wort.
Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Matthäus, Kapitel fünf, Vers siebzehn.
Das griechische Wort für erfüllen ist plēroō. Es bedeutet voll machen, vollenden, zum Ziel bringen.
Jesus hat das Gesetz nicht entfernt. Er hat es voll ausgefüllt. In Tat, in Sinn und im Herzen.
Zweitens. Drei Arten von Geboten im alten Bund.
Um das zu verstehen, muss man unterscheiden.
Es gibt Gebote, die den Tempel und den Opferdienst betreffen. Opfer, Feste, Priesterkleidung. Das sind Schatten, die in Christus ihr Ziel erreichen.
Es gibt zivilrechtliche Regelungen für das alte Israel. Strafmaßnahmen und Eigentumsregeln. Diese Regelungen gehören in diesen historischen Rahmen.
Und es gibt moralische Maßstäbe. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht stehlen. Diese zeigen Gottes Herz.
Drittens. Warum gilt das Zeremonialgesetz nicht mehr als Pflicht.
Weil es ein Schatten war.
Diese Dinge sind ein Schatten der zukünftigen Dinge. Der Körper ist in Christus. Kolosser, Kapitel zwei, Vers siebzehn.
Der Tempel zeigt auf Jesus.
Das Opferlamm zeigt auf Jesus.
Der Hohepriester zeigt auf Jesus.
Die Festzeiten zeigen auf Jesus.
Der Hebräerbrief sagt: Einmal für immer hat er sich selbst geopfert. Hebräer, Kapitel neun, Vers zwölf. Und er hat ein ewiges Erlösungswerk vollbracht.
Viertens. Was ist mit Speisegeboten und Reinheitsvorschriften.
Diese dienten zur Unterscheidung Israels von den Heiden und zum Schutz des Heiligen.
Im neuen Bund schreibt Paulus: Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, wenn es mit Dank empfangen wird. Erster Timotheus, Kapitel vier, Verse vier bis fünf.
Damit verschiebt sich die Frage. Es geht nicht mehr um ein starres Rein und Unrein. Es geht um Gewissen, Weisheit und darum, was dem Leib und dem Geist dient.
Fünftens. Das Moralgesetz bleibt als Maßstab sichtbar.
Die Zehn Gebote zeigen Gottes Herz. Jesus bestätigt sie, aber er führt sie tiefer.
Es heißt: Du sollst nicht töten. Ich aber sage euch: Wer im Herzen hasst. Matthäus, Kapitel fünf, Verse einundzwanzig bis zweiundzwanzig.
Es heißt: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Wer lüstern blickt. Matthäus, Kapitel fünf, Verse siebenundzwanzig bis achtundzwanzig.
Jesus macht das Gesetz nicht leichter. Er macht es tiefer. Er zeigt, dass der Mensch Rettung braucht. Und dass er Christus braucht.
Sechstens. Wer ohne Christus lebt, steht noch unter dem Gesetz.
Das Gesetz ist nicht tot. Es gilt weiterhin als Anklage gegenüber Gesetzlosigkeit.
Das Gesetz ist nicht für den Gerechten bestimmt, sondern für die Gesetzlosen. Erster Timotheus, Kapitel eins, Vers neun.
Und es heißt: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht. Galater, Kapitel drei, Vers zehn.
Nur in Christus gilt: Christus hat uns losgekauft vom Fluch des Gesetzes. Galater, Kapitel drei, Vers dreizehn.
Siebtens. Das neue Gesetz. Das Gesetz des Geistes.
Wer zu Jesus gehört, lebt in der Kraft des Geistes.
Das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus hat mich frei gemacht vom Gesetz der Sünde. Römer, Kapitel acht, Vers zwei.
Und: Das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Galater, Kapitel fünf, Vers vierzehn.
Der Heilige Geist schreibt Gottes Willen in das Herz. Nicht auf Steintafeln, sondern in Fleisch.
Fazit.
Das Gesetz wurde nicht aufgehoben. Niemand wird durch Halten des Gesetzes gerecht. Jesus hat es erfüllt und lädt ein, in ihm zu leben.
Wer mit Jesus lebt, lebt nicht ohne Maßstab. Er lebt in der Kraft des Geistes. Und diese Kraft bringt Liebe hervor, die das Gesetz erfüllt.
Hauptfrage.
Soll ich jetzt die Gebote halten oder nicht.
Wenn du versuchst, durch Gesetz gut zu sein, wirst du scheitern. Wenn du aus Gnade lebst, wirst du lieben. Und damit erfüllst du das Gesetz.
Jesus ist nicht das Ende der Ordnung. Er ist die Erfüllung davon.